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Ehrliches Online Marketing statt teure Google AdWords-Kampagnen

Wer im Web Geschäfte machen will, muss strategisch umdenken und Geduld haben

Kunden werden heutzutage mit Relevaz geködert, nicht mit Werbung (Foto: Istockphoto)

Kunden werden heutzutage mit Relevanz geködert, nicht mit Werbung

Sie sind heiß begehrt, die ersten Plätze in den Suchergebnissen in Google. Wer es unter die ersten drei Platzierungen geschafft hat, kann sich glücklich schätzen. Denn an der Spitze spielt sich das Top-Web-Business ab. Doch wie kommen Sie als Unternehmen dorthin? Das Prinzip ist einfach: Je mehr gute Inhalte und starke Links eine Website erhält desto besser das Ranking.

Gutes Ranking gibt’s nicht im Hauruck-Verfahren
Doch von heute auf morgen lassen sich schlecht etliche Links generieren, die wirklich genügend Power haben, um sofort das Ranking positiv zu beeinflussen. Wenn Google feststellt, dass der Linkaufbau übermäßig vorangetrieben wird, kann unter Umständen die Website vorübergehend aus dem Index verschwinden. Viele Kunden greifen für den schnellen Erfolg deshalb zunächst zu der kostenintensiven Alternative namens AdWords. Damit sind sie mit ihrem Onlineangebot via Werbeanzeige sofort präsent.

Google AdWords- Suchwortbezogene WerbungStark gestiegene Klickpreise für AdWords
Allerdings hat die Sache einen Haken. Erstens sind die Kosten in letzter Zeit exorbitant gestiegen und zweitens klicken nur rund 30 Prozent der Besucher auf die Werbung. Die einheitlich gestalteten Textanzeigen liegen schlichtweg nicht im Sichtfokus der Besucher. Außerdem vertrauen User der Werbung in vielen Fällen nicht.

Linkkauf gehört zum Business
Es gibt per Linkkauf bzw. -miete die Möglichkeit das Ranking der organischen Suchergebnisse zu verbessern. Das ist offiziell laut Google Richtlinien nicht erlaubt. Es gehört allerdings zum Business und viele Unternehmen nutzen diesen Service des Linkbuildings. Entscheidend ist hierbei das „natürliche“ Vorgehen. Wenn sich der Linkaufbau erkauft wird, dann bitteschön mit moderaten Methoden.

Immer schön natürlich bleiben
Ich persönlich rate grundsätzlich vom Linkkauf bzw. der Linkmiete ab. Zu groß ist die Gefahr einer Abstrafung (in der SEO-Szene als „Penalty“ bezeichnet) im Ranking. Wenn es zu einem Verlust einer guten Platzierung gekommen ist, wird die SEO-Agentur natürlich jegliche Verantwortung von sich weisen. Um wirklich sicher zu gehen, stets sich nach den Richtlinien von Google zu verhalten, bleibt einem meiner Meinung nach keine andere Wahl, als einen ehrlichen Job zu machen.

Online-Marketing ohne Brechstange
Wenn ich mal von AdWords oder Banner-Werbung als Online-Marketing-Maßnahme absehe, lassen sich Erfolge in der Auffindbarkeit bzw. Sichtbarkeit einer Website nur mit viel Geduld erzielen. Wer jetzt strategisch und nachhaltig denkt, betreibt seinen eigenen Blog, veröffentlicht Videos, nutzt Online-PR und Social Media-Marketing, um sukzessive sich ein gutes Website-Ranking zu erobern.

KMUs fehlt (noch) das Verständnis
Viele kleine und mittlere Unternehmen, vor allem im Landkreis Fulda, haben das noch nicht verstanden. In meinen Gesprächen habe ich oft den Eindruck, dass es den Verantwortlichen an Folgendem fehlt:

  • Verständnis für die Notwendigkeit von selbst erstellten Inhalten (Content-Marketing)
  • Verständnis für die Beharrlichkeit in der Veröffentlichung der Inhalte (Kontinuität)
  • Verständnis dauerhaft Budget bzw. personelle Ressourcen für Online-Marketing einzusetzen
  • Verständnis für die Erwartungen der Kunden, die heutzutage immer anspruchsvoller werden
  • Verständnis dafür, dass das Marketing immer mehr Pull-getrieben ist und Push-Maßnahmen (Werbung) an Reichweite verlieren

AdWords ist halt bequem
Weil dem so ist, verfallen die KMUs der Bequemlichkeit und setzen überwiegend auf die Kundengewinnung mit AdWords. Klar, eine AdWords-Kampagne zu schalten ist verhältnismäßig einfach. Doch nur auf AdWords zu setzten hat entscheidende Nachteile, wenn ich mal folgende Auflistung mache:

  • Den natürlichen Suchergebnissen in Google wird aufgrund der aussagekräftigen Inhalte mehr Glauben geschenkt als Werbung.
  • Höhere Sichtbarkeit im Vergleich zu den Platzierungen der Werbeanzeigen, die rechts stehen (der Blickkontakt der User ist nach wie vor links-mittig-oben orientiert).
  • Weiterer natürlicher Linkaufbau, aufgrund des guten Rankings (sofern die Inhalte auch weiterhin nützlich sind). Andere vertrauen Ihrer Website bzw. Ihrem Blog und verlinken auf sie. In der SEO-Fachsprache „Linkbait“ genannt, was soviel heißt, wie „ködern“.
  • Sie haben mehr Platz um aussagekräftigen Text in dem Suchergebnis darzustellen. AdWords bietet lediglich 25 für die erste Zeile und 2 x 35 Zeichen für die darunter liegenden Zeilen der Textanzeige. Der Title-Tag darf 70 Zeichen enthalten und die Description 160. Das ist schon ein großer Unterschied.
  • Besucher erhalten eine Vorschau der Website im Suchergebnis (wenn Sie mit der Mouse darüber fahren).
  • Richtige Landingpage: Google sorgt bei der Indizierung dafür, dass die Besucher vom Suchergebnis her meist auch dort landen, wo sie hin wollen. Bei AdWords wird oft der Fehler gemacht, dass Anzeigentext und Landingpage voreinander abweichen. Was unnötige Kosten und kaum Conversion verursacht.
  • AdWords ist von der Pflege sehr komplex geworden. Wer sich nicht regelmäßig mit der suchwortbezogenen Werbung beschäftigt, wird nicht effizient AdWords nutzen und Geld verpulfern.
Rich-Snippet-Beispiel

Beispiel eine Rich Snippets im Google Suchergebnis

AdWords als Ergänzung sehen
Jetzt stellt sich die Frage, ob Sie ganz auf AdWords verzichten können. Das kommt auf die Situation an. Bei neuen Webprojekten macht es durchaus Sinn, weil ein organisches Ranking nicht in kurzer Zeit zu erzielen ist. Bei bestehenden Websites, die noch einen Blog hinzubekommen oder bei denen zusätzlich Facebbook bzw. Google+ als Dialogmedium eingesetzt wird, kann nach einer gewissen Zeit das Budget reduziert werden, sofern die Maßnahmen sich im Ranking bemerkbar machen. Ganz verzichten lässt sich meiner Meinung nach AdWords im regionalen Umfeld. Wer Google Places und die Rich Snippets in Kombination mit Google+ nutzt, wird damit mehr Erfolg haben.

Fazit:
Aufgrund der Entwicklung hin zu einem contentgetrieben Marketing wird vielen kleinen und mittleren Unternehmen nichts anderes übrig bleiben, als mehr Zeit und Geld in ein authentisches, transparentes und ehrliches Marketing zu investieren. Mit Werbung lassen sich jedenfalls immer weniger Kunden erreichen.

Ich freue mich über Ergänzungen und Kritik oder einfach nur einen Kommentar zu meinem Blogbeitrag.

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