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Erfolglose KMU-Websites: Designverliebt statt Content getrieben

Anscheinend haben manche Unternehmen immer noch nicht genug Geld in den Satz gesetzt, wenn sie nach wie vor Websites  nur nach dem Design beurteilen.

Es ist die immerwährende Diskussion, die ich mit Leuten führe, die glauben eine gute Website muss vor allem eins sein: Gut aussehen. Das kann zugegeben schon ziemlich nerven, denn meist sind diese Website eins nicht: Erfolgreich. Deshalb wird es Zeit hier mal eine klare Ansage zu machen, was wirklich an einer erfolgreichen KMU-Website relevant ist.

„Keine Ahnung haben wir viel“: Nicht nur Firmenchefs haben oft keinen blassen Schimmer, was eine gute Website wirklich ausmacht. Auch genügend Designer glauben immer noch, dass die Optik das Erfolgskriterium einer Firmen-Website darstellt. Das schlimme daran ist: Kunden glauben das. Selbst in der heutigen Zeit, wo es sich doch rumgesprochen haben müsste, dass es vor allem die Inhalte sind, die in erster Linie Kunden und Suchmaschinen überzeugen.

Ihre Gute Fee in Hofbieber

Abbildung oben: Sicherlich gibt es schönere Websites: Ihre Gute Fee ist ein Low-Budget-Projekt, welches ich umgesetzt habe. Durch die Suchmaschinenoptimierung bekommt die Kundin mehrere Anfragen pro Woche. Vorher hatte sie gar keine bekommen.

Von wem rede ich: Von Unternehmens-Website kleinerer und mittlerer Unternehmen. Meiner bevorzugte Zielgruppe. Angesichts meist nicht so großer Budgets vertilgen bei Standardprojekten die Gestaltung und die technische Umsetzung den Löwenanteil der Kosten. Texte und Bilder sind oft auf das nötigste reduziert. Die OnPage-Suchmschinenoptimierung wird so gut wie gar nicht berücksichtigt. Das ist der derzeitige Stand meiner Erkenntnisse bei vielen Projekten, mit denen ich in Berührung komme. Ein unhaltbarer Zustand in unserer Region wie ich meine.

Einer.Alles.Sauber

Abbildung oben: Hat mit Hilfe meiner Arbeit durch zielgerichte OnPage-SEO-Maßnahmen seine Zugriffe fast verdreifacht: Einer.Alles.Sauber – der Haus-Modernisierer

Warum ist das so? Wir leben in einer Design getriebenen Welt. Der Optik wird ein hohes Maß an Aufmerksamkeit geschenkt. Da ist vom Grundatz auch nichts dran zu kritisieren. Was aus meiner Sicht kritisch ist, ist die übermäßige Dominanz und die Verherrlichung des Webdesigns im Verhältnis zum Gesamtbudget. Dieser Fehler wiederholt sich durchaus mehrere Male. Viele Unternehmen haben im Laufe der Jahre bereits zwei oder drei Relaunches hinter sich. Zwar wurden da einige Verbesserungen im CMS durchgeführt und die Gestaltung zeitgemäß aktualisiert, nur bei den Inhalten und bei SEO-Maßnahmen wird nachwievor gespart.

Kann, will und darf sich ein Unternehmen das noch leisten? Nein, denn immer mehr Kunden wollen eines Response, einen Erfolg sehen. In Form von besseren Rankings in Google und natürlich Kontaktanfragen. Das sind nämlich die Gründe, warum Kunden mich um Hilfe bitten. Interessanterweise konnte mir bis heute kein Webdesigner beweisen, dass seine Gestaltung auch eine deutliche Verbesserung für den Kunden erzielt (Goolge ist ja auch blind). Meist interessieren sich die Gestalter leider weder für statistische Auswertungen, noch unterstützen sie SEO-Maßnahmen. Hier sehe ich erheblichen Schulungsbedarf.

Um eins klarzustellen: Ein gutes Webdesign ist für mich Hygienefaktor. Ist hat zeitgemäß zu sein. Der Kunde muss sich damit identifizieren können und seine Kunden sich damit emotional wohl fühlen. Dazu ist es allerdings nicht notwendig viel Zeit und Geld zu investieren. Gutes Designs gibt es für wenig Geld im Web zu kaufen. Gegebenenfalls ist noch die ein oder andere Anpassung vorzunehmen und das Design ist fertig.

Abbildung oben: Wer nicht gerade den Namen des Gasthofes kennt, wird ihn auch nicht finden. Diese Website nutzt dem Kunden nicht viel, obwohl sie schön aussieht und erst kürzlich relauncht wurde.

Was muss sich ändern? Mehrere Dinge sind aus meiner Sicht notwendig. Mir geht es vor allem um eine Budgetverschiebung innerhalb eines Internetprojektes. Mehr in Inhalte, SEO und dauerhafte Pflege investieren, weniger in Design und Technik. Meine Empfehlung:

  1. Suchworte und Zielgruppe stehen an erster Stelle zu Beginn eines Webprojektes: Hier gilt es eine Keywordanalyse zu machen und zu schauen, wie gut die Chancen stehen im Markt was zu bewegen. Die Suchbegriffe werden für Überschriften, Texte, Meta-Angaben usw. benötigt.
  2. Ein einfaches Open Source Content Management System nutzen: Lieber WordPress, statt Typo3, wenn das Budget sich unter 2000 €  bewegt. Mit WordPress lassen sich professionelle Website realisieren, auf die Sie bei einem Standardprojekt auf nichts verzichten müssen. Außerdem ist es leicht zu bedienen.
  3. Nützliche, verständliche und verkaufsunterstützende Inhalte erstellen (lassen). Aussagekräftige Texte, eine klare Positionierung und Mehrwerte für die Websitebesucher sind mit das wichtigste überhaupt. Sind die Texte mit emotionalen Bildern oder erklärenden Videos ergänzt, bestehen die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Website. Siehe auch Content is King.
  4. OnPage-SEO und Keywordintegration: Lassen Sie keine Website live gehen, die nicht von vornherein für Google optimiert ist. Sie werden sonst Ihre Investition in den Sand setzen.
  5. Controlling und Webmastertools: Nutzen Sie ein Analysetool, wie beispielsweise Google Analytics, um zu prüfen, wie Ihre Website mit welchen Suchbegriffen gefunden wird. Nutzen Sie Webmastertools, damit Google Ihre Site regelmäßig indiziert.
  6. Regionale Suche: Wenn Sie lokal gefunden werden wollen, nutzen Sie Google places. Die wichtigste Maßnahme zur schnellen lokalen Auffindbarkeit.
  7. Regelmäßige Pflege: Aktualisieren Sie Ihre Website öfters und nehmen Sie veraltete Infos vom Netz. Das erhöht ihre Glaubwürdigkeit und schafft ein gutes Ranking.
  8. Pressearbeit und Linkaufbau: Nutzen Sie die Onlinepresse, um einen größeren Anteil an Lesern und für Ihr Business zu gewinnen. Und verlinken Sie sich mit Partnern, Kunden und Freunden.

Das sind erst mal die relevanten Dinge aus meiner Sicht. Sicherlich gibt es noch mehr zu berücksichtigen, was allerdings den Rahmen hier sprengen würde. Wer Fragen oder Projektbeispiele aus meinem Kundenkreis haben möchte, ruft mich an oder schreibt mir. Feedback zu diesem Artikel, wie immer gerne.

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