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Handwerk und KMUs können sich Social Media nicht entziehen

Wer glaubt die Sozialen Netzwerke würden das eigene Unternehmen nicht tangieren, kann künftig ganz schön auf die Nase fallen

„Bos? Soziale Netzwerke? Mit so äm Krom hon mir nischt zu dunn!“ So lautet in etwas die Antwort eines alteingesessenen Fuldaer oder Rhöner Kleinbetriebs in Mundart (Rhöner Platt), wenn das Thema Social Media auftaucht. Ins Hochdeutsch übersetzt heiß das: „Was? Soziale Netzwerke? Mit so etwas haben wir nichts zu tun.“ Sicherlich ist es kein rein osthessisches Phänomen, sondern lässt sich auf viele andere ländliche Regionen übertragen.

Social Media betrifft nahezu alle Unternehmen (Foto: pixabay.com)Ländliche Regionen hinken hinterher
Doch wer so als Unternehmer denkt, braucht sich nicht wundern, wenn sein Geschäft in ein paar Jahren abgehängt ist und die Aufträge ausbleiben. Gerade die ländlichen Regionen, die noch nicht so lange vom schnellen Internet profitieren, weil die Politik den Ausbau der Infrastruktur nur schleppend vorantreibt, haben ein Problem mit der Digitalisierung unserer Gesellschaft. Sie wird einfach nicht Ernst genommen oder größtenteils nur belächelt. Der Glaubenssatz, dass ‚mich das nicht tangiert‘, sitzt nach wie vor in den Köpfen mancher Firmenchefs fest.

Social Media: die Macht des Kunden
Nun tickt Social Media nun mal ganz anderes. Hier geht die Macht vom Bürger und damit vom Kunden aus. Spätestens bei einer negativen Bewertung in irgend einem der etablierten Empfehlungsportale, sitzt das betroffene Unternehmen mit im Boot. Dann ist jedoch meist schon ‚das Kind in den Brunnen gefallen‘ und krampfhaft wird versucht, die Bewertung ‚gelöscht zu bekommen‘.

Automatisiertes Selbst-googeln ist angesagt
Jetzt muss aus meiner Sicht nicht jedes Unternehmen zwangsläufig in Facebook sein, auch wenn es mittlerweile genügend Gründe dafür gibt. Entscheidend ist, zu wissen, was andere über Ihr Unternehmen schreiben bzw. im Web sagen. Und das fängt damit an, sein eigenes Unternehmen bzw. den eigenen Namen zu googeln.

Praktische Tools als Reputationshilfen
Benutzeroberfläche und Verwaltung von talkwalker alert Beispiel Google alertUm das ein wenig zu vereinfachen, gibt es den seit Jahren äußerst beliebten Google alert. Ein nützliches Monitoring-Werkzeug, das einem per Mail informiert, wenn was über Sie im Netz veröffentlicht wird. Voraussetzung: Ein Google-Konto. Es gibt Alternativen mit Google altert: Der talkwalker und kuerzr. Alle Reporing-Tools inkl. Google alert sind mit deutscher Bedienoberfläche und kostenfrei. Speziell für Social Media gibt es derzeit drei Monitoring-Werkzeuge, die kostenfrei sind. Es ist socialmention, topsy und das aufwendigen und für Einsteiger nicht geeignete Social Media Management-Tool hootsuite.

Einstieg in Social Media
Empfehlungsmarketing – hatte ich schon angesprochen – ist als von Social Media anzusehen. Wird allerdings bei den uninformierten Unternehmern kaum so wahrgenommen. Meist glauben diese, dass Social Media gleich Facebook ist. Das ist natürlich Quatsch. Bevor sich Unternehmen, vor allem Handwerksbetriebe, überlegen, ob sie eine Facebook-Fanpage einrichten, sollten sie erst  die Möglichkeiten des Empfehlungsmarketings nutzen.

Facebook mit places am Start

Beispiel Facebook-places mit Ergebnissen aus Fulda
KennstDuEinen und Yelp sind hier als die führenden Portale in Sachen Empfehlungsmarketing zu nennen. Doch eine weitere Plattform macht ihnen die Marktführerschaft streitig. Es ist kein geringerer, als Facebook mit dem Dienst Facebook places. Generell ist es für jeden Kleinunternehmer wichtig, sich die genannten Portale näher anzuschauen und nach sich selbst zu recherchieren. Eine Registrierung macht in jedem Fall Sinn, um beispielsweise Firmenangaben zu korrigieren bzw. Informationen zu ergänzen.

Zuhören als Teil der Social Media
Wenn nun der erste Schritt über das Monitoring getan ist, empfehle ich als nächste Maßnahme das Zuhören. Potenzielle Kunden tauschen sich über Social Media aus. Sie stellen in Foren Fragen und erhalten von Gleichgesinnten antworten. Das ist wie bei einem Gespräch, dem man zuhört.

Netiquette lernen
Ich denke es wichtig ein Gespür dafür zu bekommen, wie Diskussionen in Sozialen Netzwerken stattfinden. Denn wenn Sie mit der Community diskutieren wollen, ist es gut zu wissen, wie und auf was Sie antworten (Stichwort Netiquette). Hilfreich ist es beispielsweise die Diskussionen bei einem Frage-Antwort-Portal, wie gutefrage.net anzumelden und die Gespräche zu dem für Sie relevanten Thema zu verfolgen.

Reagieren auf Einträge
Erreicht Sie über das Monitoring eine Bewertung oder Empfehlung, stellt sich die Frage, ob Sie reagieren sollen. Bei negativen Einträgen unbedingt. Bei positiven Posts kann es sicher nicht schaden, sich zu bedanken.

Negative Veröffentlichungen kaum zu erwarten
Ich möchte im Zusammenhang mit diesem Thema an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, dass es äußerst selten vorkommt, dass negative Posts kaum zu erwarten sind. Erfahrungsgemäß ist es eher umgekehrt. Also es wird geliked, gelobt und gefälltmirt. Für die Firmenchefs sind diese Infos natürlich auch von Bedeutung. Es gibt einem ja eine Bestätigung, einen guten Job für seine Kunden gemacht  zu haben. Denken Sie allerdings daran, immer mit Ihrem Namen und nicht anonym zu antworten. Anonymität ist in Sozialen Netzwerken mittlerweile verpönt.

An neue Kunden denken
Auch wenn Soziale Netzwerke nicht unbedingt als Vertriebskanal anzusehen sind, ist es doch wichtig im Hinterkopf zu behalten, dass sich über den Weg lukrative Geschäfte entwickeln können.Denn Anfragen von neuen Kunden finden mittlerweile auch den Weg über die Sozialen Netzwerke. Also ein weiterer Grund sich in den Sozialen Netzwerken zu engagieren.

Ich hoffe der Artikel erreicht ein paar Leser, die noch sehr unsicher und bisher desinteressiert sind. Wer Erfahrungen mit positiven, wie negativen Einträgen in Sozialen Netzwerken als Handwerksbetrieb oder Kleinunternehmen gemacht hat, ist zum Kommentieren herzlich eingeladen.

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