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Content Marketing Blog

Hochrhön-Touren erfolgreich beim Website Award des BIEG-Hessen

Platz 3 für einen optisch und inhaltlich gelungenen Online-Auftritt

Das ein Kunde mir so von seiner Website überzeugt ist, dass er sich freiwillig beim Hessischen Website-Award bewirbt, wäre mir niemals im Traum eingefallen. Doch Kurt Mihm von hochrhoen-touren.de hat es getan und ich war doch überrascht, als er mir das mitteilte. Grund genug also über die Entstehungsgeschichte und das Internet-Projekt mit seinen Höhen und Tiefen zu bloggen.
 

Ein Typ mit Ecken und Kanten, eben ein echtes Rhöner Urgestein: Kurt Mihm

Ein Typ mit Ecken und Kanten, eben ein echtes Rhöner Urgestein: Kurt Mihm

Er ist ein Macher und ein sehr zielgerichteter Mensch: Die Rede ist von Kurt Mihm, dem Pensionwirt, Rhöner Tourenführer und Taxifahrer aus Schlitzenhausen, einem Ortsteil von Tann. Mit seinen Hochrhön-Touren zeigt er Urlaubern „seine“ Rhön. Im Oktober hat er für seine innovative Website den 3. Preis beim Hessischen Website-Award gewonnen. Wie er das geschafft hat und wie ich ihn dabei begleiten durfte, erzähle ich in diesem Beitrag.

Die Zusammenarbeit zwischen Kurt Mihm und mir begann im Jahr 2010. Damals war der Pensionswirt auf mich zugekommen, um seine Website inhaltlich aufzupimpen. Schnell erkannte ich, dass Kurt genau wusste was er wollte und das ihm die Vermarktung von Hochrhön-Touren sehr wichtig war. Er war hinsichtlich Onlinevermarktung seiner Zeit weit voraus. Content-Marketing und Social Media waren für ihn keine Fremdwörter, sondern die Strategie, mit der er Hochrhön-Touren und seine Pension zum Erfolg führen wollte.

Kurt Mihm – der Visionär
Was mich am meisten mitriss, war Kurts Vision, an der sich bis heute nichts geändert hat. Urlaubsgäste, die ein paar Tage im Biosphärenreservat verbringen wollen mit herrlichen Wander- und Mountainbiketouren für die Rhön zu begeistern. Wir reden bei den Touren von geführten Touren, bei denen Kurt mit seinen Gästen nicht nur die Highlights der Rhön erwandert, sondern auch die vielen kleinen Geheimtipps zeigt. Für die Gäste, die lieber alleine unterwegs sein wollen, steht der hauseigene Shuttle-Service zur Verfügung. Eine Kombination, die in dieser Form mit den vielen kleinen Services drumherum einmalig in der Rhön ist.
 
Contentmarkting-Stragie von Anfang an
Mit viel Enthusiasmus startete die Zusammenarbeit mir einer Strategie, die von Anfang an auf Contentmarketing ausgelegt war. Da ich selbst ein Fan der Rhön bin, fiel es mir leicht die Schönheiten der Rhön als Urlaubsregion in Blogbeiträgen, Fotos und YouTube-Videos vorzustellen.

Holpriger Projektstart
Allerdings lief es auf technischer Seite nicht gleich ohne Probleme. Die bestehende Website war noch mit einer veralteten Frametechnik erstellt. Das Content-Management-System ein Eigengewächs der damaligen Agentur. Um Kurts hohem Anspruch gerecht zu werden, musste die Website komplett erneuert werden, was nur mit einem Agenturwechsel und der Umstieg auf Typo3 möglich war. Der bereits realisierte Hochrhön-Touren-Blog, wurde weiterhin mit WordPress betrieben.

Monatelange Content-Produktion
Ich selbst versprach mir einigen Erfolg von meinen eingeleiteten Maßnahmen. So wurde ich selbst zum Akteur für Kurt, in dem ich ihn auf seinen Touren mit seinen Gästen begleitete. Im Laufe der Zeit wurde immer mehr Content produziert. Anfangs waren es vor allem MTB-Touren, die ich per Actioncam und Foto festhielt. Neben den Touren wurden auch Partner in Videoclips vorgestellt, beispielsweise das Cafe Fabula, einem beliebten Rastpunkt für hungrige Biker und Wanderer in Tann. Auch die Social-Media-Aktivitäten, wie der eigene Blog und die Facebook-Fanpage waren und sind bis heute ein fester Bestandteil der Onlinevermarktung. 

Startseite des Prospekts, was Ausgangsbasis für das Web-Design in 2016 ist.

Startseite des Prospekts, was Ausgangsbasis für das Web-Design in 2016 ist.

 
SEO greift – Erfolg bleibt aus
Zu einen durchschlagenden Erfolg kam es jedoch die ersten zwei Jahre nicht. Obwohl die Website suchmaschinentechnisch auf die gewünschte Zielgruppe optimiert wurde und es an guten Inhalten nicht mangelte, blieben die Buchungen der Wander- und Tourenpakete über die Website hinter den Erwartungen zurück. Zwar kamen die Anfragen mittlerweile ausschließlich über die Website, und die Gäste, die Kurts Touren buchten waren restlos begeistert, aber im Endeffekt waren es zu wenig Urlauber.

Analyse der Vermarktungspotenziale
Wir fragten uns, was die Gründe waren und ich beschäftigte mich intensiver mit meinem SEO-Tool und der Webstatistik, um mehr über das Suchverhalten der User herauszufinden. Mit der Zeit erkannte ich, dass der Fehler weniger bei mir lag, sondern vielmehr an der fehlenden Bekanntheit der Rhön als Urlaubsregion für Wanderer und Mountainbiker. Ich verglich andere Mittelgebirge mit der Rhön, beschäftigte mich mit Wandertrends und las Studien.

Die Rhön wird online zu schlecht vermarktet
Am Ende kam ich zu dem Entschluss, dass die Rhön zu schlecht online vermarktet wird. Ich ging sogar soweit, dass ich mich mit den Touristikern in der Rhön in Verbindung setzte und versuchte herauszufinden wie diese die Rhön bekannt machen. Letztlich zeigte sich, dass es an dem fehlenden Wissen und den Möglichkeiten der digitalen Vermarktung lag. Die Ideen, die ich vorstellte, wurden zwar für gut befunden, aber es gab keine Initiative aufseiten der Touristiker diese anzunehmen. Kurt und ich fielen zum Teil sogar in Ungnade, da wir mit unserer Kritik nicht ernst genommen wurden. Ein weiteres Problem, was sich herauskristallisierte waren unterschiedliche Ansichten in den touristischen Organisationen und der Bundesländer. Da die Rhön im Dreiländereck von Hessen, Bayern und Thüringen liegt, gibt es nach wie vor keine übergeordnete touristische Instanz. Ebenso wenig funktioniert die touristische Zusammenarbeit zwischen den Verantwortlichen des Biosphärenreservats Rhön und den jeweiligen Gemeinden.

Faszination Rhön transportieren
Kurt und mir blieb nichts anderes übrig, als auf eigene Faust weiter zu machen und teilweise die Onlinemarketing-Jobs der Touristiker zu übernehmen. So wurden beispielsweise Wandertouren von uns in YouTube vorgestellt und weitere Blogbeiträge verfasst, die die Faszination Rhön transportieren. Wenigstens wurde die Infrastruktur in Bezug auf das Wanderwegenetz die letzten 5 Jahre verbessert, so dass wir uns die schönsten Touren für unsere Clips aussuchen konnten.

Relaunch und Systemwechsel
Ende 2015 war dann der Zeitpunkt gekommen die Website erneut zu relaunchen. Googles Ankündigung, Websites die nicht responsive sind zu benachteiligen, war der Auslöser. In den Jahren hatte sich technologisch in Bezug auf Content-Management und Webdesign viel verändert. Kurts Website war nicht nur optisch in die Jahre gekommen, es stellte sich heraus, dass auch ein Systemwechsel notwendig wurde. Durch den Kontakt zu dem Webentwickler Wlad Leirich stellte ich Kurt die Möglichkeiten zeitgemäßer Inhaltsgestaltung in Zeiten flexibler Bildschirmgrößen vor. Nachdem sich herausstellte, dass die Kosten für eine WordPress-Lösung deutlich günstiger sind, als das bestehende Typo3-System zu aktualisieren, erfolgte der Wechsel.

So sieht der Besucher die Startseite von Hochrhön-Touren und bekommt gleich einen Eindruck von der Faszination Rhön

So sieht der Besucher die Startseite von Hochrhön-Touren und bekommt gleich einen Eindruck von der Faszination Rhön

Neustart nach Kurts Geschmack
Mit Wlad Leirich konnte ich für Kurt nicht nur einen genialen Webentwickler vermitteln, sondern auch einen erstklassigen Mediengestalter. Entsprechend modern und großzügig ist das Webdesign der neuen Website ausgefallen. Mit hochwertigen Fotos und dem bestehenden Content konnte ich die inhaltliche Pflege in einer Qualität umsetzen, wie sie in dieser Form für ein kleines touristisches Unternehmen einmalig ist.

Bewerbung zum Website-Award
die neue Website von Hochrhön-Touren gefiel Kurt so gut, dass er sich entschloss sein Projekt beim hessischen Website-Award vorzustellen. Ich hatte damit gar nichts zu tun. Als dann sein Anruf kam, dass er unter den Gewinnern ist, war ich doch recht sprachlos.

Genugtuung bei der Preisverleihung
Bei der Preisverleihung kam dann die Genugtuung für die jahrelange Content-Produktion durch den Laudator Tim Kaufmann. Er hob in seiner kurzen Rede das „lehrbuchartige Content-Marketing“ hervor und die sehr persönliche Ansprache der Website-Besucher. Es ist ein schöner Erfolg auch im Vergleich zu den anderen Preisträgern. Wenn man bedenkt, dass die inhaltliche Arbeit überwiegend von zwei Personen erbracht wurde und das mit verhältnismäßig wenig Budget, ist der dritte Platz doch richtig klasse. 

Kurt bei der Überreichung des Website-Awards in Frankfurt bei BIEG-Hessen

Kurt (in der Mitte) bei der Überreichung des Website-Awards in Frankfurt bei BIEG-Hessen

Preisgewinnung ist harte Arbeit
Mein Fazit: Beim Website-Award einen Platz zu ergattern, ist harte Arbeit. Die Juroren sind allesamt Profis und können sehr gut ermitteln, welche Website Chancen hat und welche nicht. Letztlich muss alles passen. Angefangen vom Webdesign, einer emotionalen Ansprache, technisch auf dem neuesten Stand und vor allem vielen nützlichen Inhalten. Letzteres ist sicherlich die mühsamste aller Aufgaben in der Vermarktung einer Website. Aber auch die Nachhaltigste. 

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