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Marketing im Wandel: Print und Digital brauchen die Kooperation

Die sinnvolle Verknüpfung von Offline- und Online-Marketing stellt KMUs vor Herausforderungen

Die Verzahnung von Digital und Print hakt bei vielen Unternehmen noch

Die Verzahnung von Digital und Print hakt bei vielen Unternehmen noch

Erfolgreiches Marketing steht in der heutigen Zeit auf mehreren Standbeinen. Neben printgetrieben Aktionen, wie Anzeigen, redaktionellen Beiträgen oder Pressemeldungen gehören AdWords, E-Mail-Marketing oder Suchmaschinenoptimierung ins Portfolio des Online-Marketings von kleinen und mittleren Unternehmen.

Print und Digital = hybrid

Die Herausforderung besteht jetzt darin, Print und Digital als hybrides System zu verstehen, sodass mit wenig Budget-Einsatz sowohl die Offliner, als auch die Onliner unter den potenziellen Kunden erreicht werden. Das scheint zunächst plausibel und einfach umsetzbar. Ist es aber nicht, zumindest wenn ich mir Anzeigen oder Werbebeileger in Fuldaer Zeitungen und die Websites der gleichen Unternehmen anschaue.

Beilagen-Check Marktkorb und Fulda Aktuell
Ab und zu werfe ich am Wochenende gerne mal einen Blick in die Werbeblätter der regionalen Anbieter Fulda Aktuell und Marktkorb. Die sind meist voll mit Beilagen von zahlreichen Möbelhäusern und Elektronikmärkten. Jetzt habe ich mir drei Beispiele raus gepickt, um zu verdeutlichen, warum es sinnvoll ist, die Brücke von Print zu Digital zu schlagen.

Beispiel Expert Klein
Der Elektronikmarkt Expert Klein in Fulda/Petersberg ist einer, der regelmäßig mit einem Werbe-Beileger in Fulda Aktuell vertreten ist. Schaue ich mir die Website an, werde ich sofort auf die Facebook Fanpage und den Newsletter hingewiesen. Im Prospekt von Klein gibt es dazu nirgends einen Hinweis. Kein Facebook-Logo, kein QR-Code, der vielleicht zum Newsletter weiter leiten würde. Hier weiß das Print-Marketing wohl nicht, was die Kollegen vom Online-Bereich so für Maßnahmen durchführen.

Beispiel Sommerlad
Der Möbel-Einzelhändler Sommerlad ist da schon etwas weiter. Immerhin ist auf der Rückseite des Prospektes, welches sich ebenfalls unter den Beilegern von Fulda Aktuell befindet, ein QR-Code aufgedruckt. Dieser leitet zum Prospekt weiter, der allerdings von der Vorwoche ist.

Beispiel tegut …
Bei tegut bin ich schon enttäuscht, denn als regionaler Lebensmittelmarkt ist das Unternehmen in Sachen Social Media allen anderen Mitbewerbern weit voraus. Von der Facebook-Fanpage, über einen eigenen Newsletter, dem twitter-Kanal bis hin zum YouTube-Kanal, versteht es tegut, Kunden fundiert zu informieren. Davon ist im Werbeprospekt leider nichts zu finden, außer der www-Adresse. Schade eigentlich, denn damit hätte tegut ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal gegenüber den anderen Lebensmittelketten.

Meist nur Webadresse zu finden
Alle anderen Beileger in Fulda aktuell bzw. Marktkorb haben lediglich Ihre Webadresse als Verknüpfung zu ihrem Online-Angebot veröffentlicht. Mal abgesehen davon, dass die Beileger sicherlich genug Geld kosten, stellt sich mir die Frage, weshalb Online-Marketing-Maßnahmen, die ja auch nicht umsonst sind, nicht koordiniert werden. Der Aufwand wäre minimal. Einen QR-Code zu integrieren oder ein Facebook-Logo mit der URL der Fanpage in den Prospekt zu drucken, ist so gut wie kein Aufwand und braucht auch nicht viel Platz.

Ungenutztes Potenzial des hybriden Marketings
Warum macht es Sinn, Interessenten mittels aufmerksamem Hinweis bzw. QR-Code auf die Website oder Facebook zu locken? Für ein hybrides Marketing-Konzept sprechen mehrere Gründe, die ich hier kurz zusammengestellt habe:

Zunahme von Smartphones und Tablet-PC
Die rasante Zunahme von Smartphones und Tablet-PC macht Print-Werbung an Ort und Stelle spannend. Die meisten Nutzer haben die Geräte immer bei sich und können schnell Infos online abrufen. So wird das Smartphone zum Lesegerät für weiterführende Infos, sofern auf diese auch im Prospekt hingewiesen wird.

Kunden auf die Website locken, um Aktionen auszulösen (QR-Code)

QR-Code: Linkt auf die Facebook-Fanpage vom Internet-Redakteur

QR-Code: Linkt auf die Facebook-Fanpage vom Internet-Redakteur

Der QR-Code ist eine super Erfindung. Mit ihm lassen sich sehr gut Aktionen mithilfe von Smartphones und Tablet-PCs auslösen. Für jedes mobile Betriebssystem gibt es entsprechende Apps, um die QR-Codes auszulesen. Damit lassen sich Interessenten auf eine Landingpage locken. Das kann ein Newsletter sein, der abonniert werden kann, die Facebook-Fanpage, die via „Gefällt mir“-Button den Kontakt zu Interessenten herstellt oder ein Video, mit dem Produkte oder Services erklärt werden.

Verlängerung der klassischen Werbung
Werbemaßnahmen lassen sich über diesen Weg verlängern bzw. erweitern. Gerade dann, wenn der Platz auf dem Prospekt begrenzt ist, können per QR-Codes auf weiterführende Informationen verwiesen werden. Beispielsweise Tests oder ein Datenblatt eines bestimmten Gerätes usw.

Erhöhte Attraktivität und Möglichkeit zum Dialog
Zeigen Sie Ihren Kunden in Anzeigen oder Flyern mittels Facebook-Logo, dass Sie in den sozialen Medien aktiv sind, erhöhen Sie dadurch die Attraktivität Ihres Unternehmens. Gerade Facebook lässt sich sehr gut nutzen, um sich über verschiedene Posts immer wieder in die Köpfe der Kunden in Erinnerung zu rufen. Damit wird Facebook zu einer Art Kundenbindungsinstrument und Sie laden Kunden zum Dialog ein.

Kunden zu Aktionen einladen
Mittels Hybrid-Marketing können Kunden zu bestimmten Aktionen eingeladen werden. Bieten Sie beispielsweise mittels QR-Code Gutscheine an, lassen sich damit vielleicht mehr Kunden ins Geschäft locken.

Reichweite messen
In dem Moment, wo Sie mittels QR-Code auf eine Landingpage verweisen, wird die Reichweite Ihrer Werbung sichtbar. Sie können später genau prüfen, wie viele User den Code aufgerufen haben. Das funktioniert auch über eine extra eingerichtete Real-URL. Das ist ein leicht zu merkende Domain, die Sie auf dem Prospekt integrieren.

Kosten reduzieren auf der Printseite
Printwerbung ist teuer, vor allem Anzeigen. Über den Weg des hybriden Marketings können Sie Anzeigen viel kleiner gestalten und auf das Notwendigste reduzieren. Sie führen Ihre Werbekampagne einfach auf Ihrer Website weiter. QR-Code in die Anzeige rein und schon landen die Leser dort, wo Sie Ihre Angebote präsentieren.

Zum Newsletter abonnieren einladen
Haben Sie einen Newsletter? Dann laden Sie die Leser Ihres Prospektes ein, ihn mittels QR-Code zu abonnieren. Newsletter-Marketing ist nach wie vor ein starkes Instrument im Verkauf. Wenn Sie sich schon die Arbeit machen, dann verknüpfen Sie das auch mit Ihrer Print-Werbung.

Agenturen müssen mitspielen
Warum Print und Digital im Marketingmix noch nicht so recht funktionieren, ist nicht unbedingt ein Versäumnis der Unternehmen selbst. Es sind die Agenturen, die einen erheblichen Einfluss darauf nehmen, ob das Hybrid-Marketing genutzt wird oder nicht. Werbeagenturen, die in der Printwelt groß geworden sind, tun sich da schwer. Oft haben sie diese Idee noch gar nicht auf dem Schirm. Ich habe sogar schon erlebt, dass sich eine Agentur geweigert hat, ein Facebook-Logo in eine Printanzeige zu integrieren. Andererseits kooperieren die Agenturen, die das Online-Marketing ausführen, nicht mit den Print-Workern. Hier besteht also auch das Problem einer nützlichen Zusammenarbeit.  In meiner Arbeit versuche ich, die grundverschiedenen Ansätze des Marketings miteinander zu kombinieren.

Fazit:
Ich denke mit der sinnvollen Kombination von Digital und Print lässt sich noch mehr ein effizientes Marketing gestalten. Wichtig ist, dass Sie als Unternehmen wissen, welche Möglichkeiten es gibt und dass Sie die Web-Worker mit den Werbern zusammen bringen.

Wer noch was beizutragen hat, ist herzlich eingeladen, einen Kommentar abzugeben.
Ergänzung 27.09.12: Passend zu diesem Thema ist ein Beitrag auf ecin.de erschienen mit dem Titel „Mobile Commerce: Smartphones und QR-Codes fördern das Geschäft“.

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