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Sichtbarkeit Ihrer Persönlichkeit als Suchkriterium nutzen

Erhöhen Sie die Auffindbarkeit in Google, indem Sie selbst zur Marke werden

Unser Konsum wird von Marken bestimmt. Ein gute Marke verkauft sich von alleine. Doch wenn Sie sich Märkte genauer betrachten, bröckelt in immer mehr Bereichen diese Annahme. Beispiel Sony: Der japanische Hersteller von Unterhaltungselektronik hat massiv Probleme, sich den Veränderungen des Unterhaltungselektronikmarkts anzupassen. Neue, hierzulande teilweise völlig unbekannte Marken erobern sich stattdessen Marktanteile.

Marken werden von Persönlichkeiten beeinflusst Bei großen Marken sehe ich schon nach wie vor eine Markendominanz. Doch das Bild wandelt sich. Immer mehr Hersteller oder Unternehmen erkennen, dass Produkt- oder Dienstleistungsmarken von Persönlichkeiten beeinflusst werden.  

Marken wird Vertrauen geschenkt
Für Werbeagenturen steht die Marke meist im Vordergrund. Zumindest erlebe ich das in meiner Arbeitspraxis, wenn ich mit Agenturen aus dem Landkreis Fulda zu habe. Auch viele meiner Kunden sind Markenfokussiert. Doch steht beim Kauf wirklich immer eine Marke im Vordergrund? Nicht unbedingt. Einer Marke wird ein hohes Vertrauen geschenkt. Doch bevor eine Kaufentscheidung zugunsten einer Marke fällt, steht die Informationsbeschaffung. Und genau an dieser stelle kommt der Faktor Persönlichkeit.  

Welche Erfahrungen habe andere gemacht?
Eine entscheidende Frage ist für viele Verbraucher, die im Kaufvorbereitungsprozess stehen, wie die „Erfahrung“ oder die „Meinung“ anderer zu einem Produkt oder einer Dienstleistung ist. Sie sprechen als erstes Freunde und Bekannte in Ihrem persönlichen Umfeld angesprochen oder Nutzer, die ihre Erfahrungen und Meinungen im Web kommunizieren. Treiber dieser Entwicklung ist das Wissen, was im Internet und vor allem in den Sozialen Netzwerken veröffentlicht ist.

Grafik unten: Immer mehr Menschen interessieren die Erfahrungen anderer:

Kunden suchen nach Orientierung im InternetKunden suchen nach Orientierung im Internet
Kunden, die kaufen wollen, möchten Fragen beantwortet haben, die ihnen die Sicherheit gibt, einer Marke letztlich zu vertrauen. Durch den gestiegenen Anspruch an Qualität und Wohlstand, die größere Produktvielfalt sowie die zunehmende Komplexität unseres Lebens, sind Menschen auf der Suche nach Lösungen und Orientierung. Andererseits gibt es immer mehr Kunden, die ihre schlechten oder guten Erfahrungen anderen mitteilen möchten und diese über Bewertungsportale oder direkt bei den Produkten in Shops kund tun.

Persönliche Erfahrung spielt eine wichtige Rolle
Wenn demnach die persönliche Erfahrung Einzelner eine bedeutende Rolle spielt, bevor es zu einem Kauf kommt, dann macht es Sinn, sich diese Entwicklung aus Marketingsicht zunutze zu machen. Dazu später mehr.

Suggest-erfahrung-personaldienstleister-Google-SucheBlogs und Foren ranken vor Marken
Wie gravierend sich Erfahrungen und Meinungen im Suchergebnis von Google bemerkbar machen, lässt sich schnell feststellen, wenn Sie zu einem Produkt oder einer Dienstleistung die Worte davor oder dahinter in den Suchschlitz eingeben. Beispiel: „Erfahrung Personaldienstleister“. Hier treten als erstes Blogs, Foren oder Frage-Antwort-Portale in Erscheinung. Es sind also, um im Beispiel zu bleiben, nicht die Personaldienstleister selbst, die in den Top5 des Suchergebnisses stehen, sondern Menschen, die Fragen stellen und Antworten von Betroffenen oder Gleichgesinnten erhalten.

Google liebt Meinungs- und Erfahrungsaustausch
Findige Unternehmer nutzen den steigenden Wert der Persönlichkeit bzw. der persönlichen Meinung für ihr Marketing. Es gibt dazu die unterschiedlichsten Möglichkeiten davon zu partizipieren. Nicht zuletzt aus Gründen der Suchmaschinenoptimierung ist es wichtig, hier aktiv zu werden. Denn da, wo Meinungen ausgetauscht, und Erfahrungen wiedergegeben werden, ist Google mit seinem Algorithmus schnell dabei.

Beispiel: Finanzdienstleister wird zur Personenmarke
Anhand eines von mir ausgedachten, fiktiven Beispiels möchte ich das verdeutlichen: Ein Finanzdienstleister führt sein Geschäft als unabhängiger Honorarberater. Da dieser Markt noch sehr jung ist und die meisten Verbraucher noch nicht so viel „Erfahrung“ mit der Honorarberatung haben, recherchiert unser Finanzberater im Internet, wie die allgemeine Meinung zur Honorarberatung ist. Er entschließt sich alle Vorteile und Nutzen der Honorarberatung für seine  Interessenten in einem eigenen Blog zu kommunizieren. Der Blog spiegelt die persönliche Meinung des Finanzdienstleisters wieder. Gleichzeitig lädt er seine Leser zur Diskussion ein. Da das Thema zum Teil sehr kontrovers diskutiert wird, entwickelt sich der Blog zu einer wichtigen Infoquelle für unschlüssige Interessenten und andere Meinungsmacher. In Videos auf seinem YouTube-Kanal und auf seiner Facebook-Fanpage geht der Finanzdienstleister auf die Diskussionen, die in seinem Blog stattfinden, ein und lässt Kunden zu Wort kommen. Über diesen Weg wird nicht nur die Honorarberatung immer mehr im Finanzmarkt etabliert, sondern unser Finanzdienstleister wird selbst zur Marke, durch sein Wissen und seine Meinung. Und das Wichtigste: Er gewinnt Kunden, weil er Glaubwürdig ist.

Bei Persönlichkeiten wurde schon immer gekauft
Im Grunde genommen ist Persönlichkeitsmarketing nichts neues. Schon immer hat beim Verkauf die Persönlichkeit eine Rolle gespielt. Als ich vor Jahren noch selbst im Verkauf am POS war und meinen Arbeitgeber wechselte, wechselten auch meine Kunden. Sie bleiben mir treu. Ihnen war das Unternehmen, für das ich jetzt tätig war, weniger wichtig war, als meine persönliche Meinung. Sie vertrauten mir einfach und wussten, woran sie bei mir sind.

Persönlichkeitsmarketing = Content Marketing
Im Internet lässt sich durch die Sozialen Netzwerke eine persönlichen Marke sehr gut aufbauen. Es ist jedoch mit viel Arbeit verbunden. Die Arbeit besteht darin, relevanten Content zu produzieren, den Verbraucher interessiert. Wo wir wieder beim Thema Content Marketing wären.

Mit welchen Maßnahmen kann jetzt neben der eigenen Marke ein Persönlichkeitsmarketing aufgebaut werden? 8 Tipps

  • Eigenen Blog betreiben: Ein Blog ist für das Verbreiten der eigenen Meinung und zur Anregung von Diskussionen sehr wichtig. Er trennt Sie inhaltlich von Ihrer bestehenden Website, auf der grundsolide Informationen veröffentlicht sind. Außerdem ist er Ihr eigenes Ding, über das Sie die volle Kontrolle haben.
  • Sich an Foren beteiligen: Prüfen Sie, ob in Ihrem Geschäft Foren existieren. Wenn ja, machen Sie mit. Beantworten Sie die Fragen der User und geben Sie sich als Spezialist zu erkennen. Auch Frage-Antwort-Portale, wie gutefrage.net sind hiermit gemeint.
  • Online-PR nutzen: Teilen Sie Ihre Meinung in Pressemeldungen mit und bauen Sie über den Weg Links zu Uhrer Website oder Ihrem Blog auf.
  • YouTube-Kanal einsetzen: Machen Sie Ihr Geschäft transparent, indem Sie Produkte auspacken und vorstellen, Funktionen zeigen, Beweise erbringen, Anwender interviewen usw.
  • Facebook-Fanpage betreiben: Verteilen Sie Blogbeiträge, Presseartikel, Fotos und Videos über Ihrer Facebook-Fanpage. Das ist ein zusätzlicher Multiplikator. Außerdem fällt es vielen Ihre Fans leichter, auf Facebook mitzudiskutieren.
  • Google+ als Verteilkanal: Das gleiche, was Sie mit Ihrer Facebook-Fanpage machen, können Sie auch in Google+ umsetzen. Über das Soziale Netzwerk von Google tragen Sie ebenfalls dazu bei, besser gefunden zu werden.
  • Vorträge halten: Seien Sie öfters Offline unterwegs und treten Sie als Redner bei Veranstaltungen (z. B. IHKs, Verbände oder Partner) auf.
  • Keywordkombinationen recherchieren: Finden Sie heraus, was die brennenden Fragen Ihrer Kunden sind. Nutzen Sie dazu den Keywordplanner von Google oder lassen Sie sich von Google durch die Suggest-Funktion helfen.
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Persönliche Meinung und Tipp zu einem Thema in einem Blogbeitrag veröffentlicht, was bei Hochzeitsvorbereitungen immer wieder zur Sprache kommt.

Fazit: Werden Sie sich bewusst, dass Sie mit entsprechendem Engagement Ihre eigene Marke aufbauen können. Sagen Sie oder Ihre Mitarbeiter Ihren Kunden, was Sie denken. Auch wenn Sie damit vielleicht polarisieren und Kunden nicht immer Ihrer Meinung sind. Aus eigener Erfahrung weis ich, wie gut es ist eine eigene Meinung zu haben, dazu zu stehen und diese auch im Internet überzeugend rüber zu bringen. Und keine Angst vor Shitstorms, die können Ihnen nur dann passieren, wenn Sie den Bogen überspannen. Denken Sie daran, dass Social Media durch den Aufbau eines eigenen Social Business Ihnen viel leichter fallen wird, als wenn Sie immer nur in Produkten oder Diensteisturngen denken.

Wenn Sie bereits erste Erkenntnisse im Aufbau Ihrer eigenen Marke haben, freue ich mich über einen Kommentar.

 

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