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Sieben Fehler, die bei den meisten KMU-Websites gemacht werden

Oder: Warum das Erstellen einer Website von nebenberuflichen Webagenturen und Amateuren nicht zielführend ist

Billig gemachte Website funktionieren nichtHeute will ich aus aktuellem Anlass wieder mal aus meinem alltäglichen Leben eines Internet-Redakteurs und Contentmanagers berichten. Der Grund: In letzter Zeit bin ich wiederholt mit unprofessionellen Internetprojekten konfrontiert worden. Meist Websites kleiner Unternehmen, die für kleines Geld von „einem guten Bekannten“ oder einer nebenberuflich tätigen Webagentur erstellt wurden und – wie sollte es anders sein – zum Misserfolg verdammt sind.

Website als Teil eines Internetkonzeptes sehen
Wer als Unternehmen Kundenkontakte über die Website gewinnen möchte, braucht Unterstützung von Profis. Die letzten Jahre haben sich die Bedingungen eine Website erfolgreich an den Start zu bringen verschärft. Es ist viel mehr Wissen notwendig, um die eigene Website zu vermarkten. Und die Website ist in der heutigen Zeit Teil eines Internetkonzeptes, welches aus mehreren Komponenten, wie Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenmarketing besteht. Auch die lokale Suche spielt eine Rolle, wenn Sie einen regionalen Markt bedienen. Etwa die Hälfte der Zeit und des Budgets nehmen bei einer Websiterealisierung die Themen Inhalte und Webmarketing ein. Die andere Hälfte ist Umsetzung, Design und Hosting. Viele Kunden haben das nicht auf dem Schirm und kalkulieren lediglich die Umsetzung der Website selbst.

Weil es nach wie vor zu wenig Wissen bei Osthessens Kleinunternehmern darüber gibt, was eine Website in der heutigen Zeit wirklich benötigt, um ihren Zweck zu erfüllen, möchte ich mit diesem Blogbeitrag ein paar Irrtümer aufdecken. Adressieren will ich vor allem Kleinunternehmen und Existenzgründer, die entweder eine Website neu realisieren lassen wollen oder einen Relaunch der bestehenden Homepage planen. Mir ist dieser Beitrag sehr wichtig, denn es zeigt sich immer wieder, dass Ihre Investitionen, auch wenn sie nicht allzu groß sein sollten, nur Misserfolg bringen, wenn Sie in die folgenden sieben Fettnäpfchen tappen:

1. Den guten Bekannten, der schon mal eine Homepage für jemanden erstellt hat, die Website umsetzen lassen
So guten wie jeder Student oder 14 jährige Schüler ist heutzutage in der Lage eine Website zu erstellen. Das ist für private Zwecke auch in Ordnung. Soll allerdings eine Website an den Start gehen, die als Visitenkarte dient und auch Kundenkontakte bringen soll, rate ich generell davon ab, solche Angebote anzunehmen. Auch wenn es noch so verlockend billig ist, das Ergebnis ist in so gut wie allen Fällen unprofessionell. Das fängt bei einem amateurhaften Design an, geht weiter über eine völlig unzureichende Gestaltung der Inhalte, bis hin zur mangelhaften Betreuung der Website (deshalb landen diese Kunden auch bei mir, weil der Bekannte wegen seines Studiums keine Zeit mehr hat). Unter Umständen werden diese Websites anstelle eines Content Management Systems auch noch mit einen Webeditor programmiert, was nun total veraltet ist.

2. Das Webdesign individuell erstellen lassen
Bei kleinen Webprojekten ist es aus Kostengründen uninteressant, extra ein Design entwickeln zu lassen. Trotzdem machen das „der gute Bekannte“ und etliche Agenturen, weil es doch wichtig ist, ein individuelles Design zu haben. Das ist Quatsch. Webdesigns gibt es heutzutage fix und fertig für wenig Geld zu kaufen. Sie sind verdammt gut, anpassbar und in der Regel kompatibel zu allen Browsern inkl. Internet-Explorer 7. Das kann kein Designer leisten, der für kleines Geld das komplette Layout erst erstellt. Ich empfehle deshalb sich ein Design zu suchen, was den eigenen Vorstellungen überwiegend entspricht und es dann anpassen zu lassen. Ich nutzte beispielsweise die Software Artisteer. Diese ist in der Lage auf fertigen Vorlagen individuelle Designs für WordPress, Joomla! oder Drupal zu generieren. Das geht schnell, ist optisch auf der Höhe der Zeit und vor allem preiswert.

3. Ohne Suchmaschinenoptimierung die Website an den Start bringen
Der Bereich fehlende Suchmaschinenoptimierung ist ganz klar den Agenturen oder „dem guten Bekannten“ zuzuschreiben. Meist wird die SEO schlichtweg vergessen. Wenn nicht einmal die Standards, wie Title-Tag, Description oder Real-URL umgesetzt werden, frage ich mich schon, ob die Verantwortlichen wissen, was sie da tun. Das ist für mich schlichtweg grob-fahrlässig. Achten Sie darauf, dass wenigstens die Basics umgesetzt werden. Wenn Sie ein Unternehmen sind, welches überwiegend regional seine Geschäfte macht, sorgen Sie dafür, dass sie immer mit Ihrem wichtigsten Suchbegriff in Verbindung mit dem Ortsnamen gefunden werden. Eignen Sie sich dazu Wissen mithilfe meiner Checkliste an. Diese erklärt die wichtigsten SEO-Maßnahmen.

4. Mit Standardinhalten auf der Website mit einer bestimmten Keywordkombination schnell auf Platz 1 in Google kommen
Mit einer neuen Internetpräsenz möglichst schnell auf die vordersten Plätze in Google zu kommen, ist der Wunsch aller Unternehmen. Dumm nur, dass Hunderte oder gar Tausende anderer Unternehmen das auch wollen und immer mehr Websites richtig gute Inhalte online stellen. Da kennt Google keine Gnade und lässt Websites mit Standardinhalten abblitzen. Trotzdem glauben viele Unternehmer noch, dass es so ohne weitere geht, ein Top-Ranking zu bekommen. Denken Sie daran: Wenn Sie in die Top 10 wollen, müssen Sie richtig gute Inhalte in Form von Texten, Bildern oder Videos auf Ihrer Website veröffentlichen. Sonst haben Sie langfristig keine Chance. Nur mit spannenden Inhalten erhalten Sie auch Backlinks, die hauptverantwortlich für ein gutes Ranking sind. Berücksichtigen Sie das in Ihrer Website-Realisierung.

5. Ohne Google Onlinemarketing-Tools mit einer Website online gehen
Webmastertools ist das wichtigste Werkzeug, um eine schnelle Indizierung Ihrer Website in Google zu gewährleisten. Leider kennen das „der gute Bekannte“ bzw. unprofessionelle Agenturen nicht. Webmastertools ist allerdings noch viel mehr. Mit ihm sehen Sie, mit welchen Keywords Besucher auf Ihrer Website gekommen sind und wie Ihr Ranking ist. Außerdem hilft Webmastertools Ihnen, Fehler auf Ihrer Website zu lokalisieren. Machen Sie alles richtig, wirkt sich das positiv auf Ihr Ranking aus. Fordern Sie ein, Webmastertools zu integrieren.

6. Kein Controlling einsetzen zu wollen
Kontrolle scheint bei etlichen kleinen Unternehmen keine Rolle zu spielen. Anscheinend ist das immer noch ein Relikt aus der Werbewelt, weil diese ja auch keine Zahlen liefern konnte, ob sich eine Anzeige jetzt gelohnt hat oder nicht. Agenturen und „der gute Bekannte“ ist es meist egal, ob eine Webstatistik zum Einsatz kommen soll. Fordern Sie es als Kunde nicht ein, wird’s auch nicht gemacht. Meine Empfehlung: Verlangen Sie eine Webanalyse, wie Google Analytics, einzurichten. Sie brauchen das, um Ihren Erfolg zu kontrollieren.

7. Sich keine Zeit für neue Inhalte nehmen wollen
Wenn die Website erst mal online ist, kommt es nicht selten vor, dass die Inhaltsaktualisierung in einen sofortigen Dornröschenschlaf verfällt. Neue Inhalte auf eine Website online zu stellen ist ja mit Arbeit verbunden. Und außerdem haben Sie nach zwei bis drei Monaten sowieso wieder vergessen, wie das mit der Einpflege von Texten und Bildern ging. Deshalb: Seien Sie sich im Klaren darüber, dass Sie wenigstens alle paar Wochen ein paar News auf Ihre Website stellen, wenn Sie sie online stellen. Die Website ist ein Marketinginstrument und Schaufenster zugleich. Wenn Sie Ihren Website-Besuchern nicht zeigen, dass Sie ein attraktives Unternehmen sind, werden Sie es langfristig schwer haben an Kunden zu kommen. Die Website-Pflege ist ein fester Bestandteil Ihrer Online-Präsenz so wie der regelmäßige Ölwechsel bei Ihrem Auto.

Fazit: Lassen Sie die Finger von nebenberuflich arbeitenden Agenturen bzw. dem Angebot „des guten Bekannten“. Bedenken Sie, dass es in der heutigen Zeit sehr viel mehr braucht, als nur eine Website zu haben. Sie brauchen ein Marketingkonzept, eine Strategie, langfristig ein kleines Budget und Zeit für die Websflege. Auf Wunsch berate ich Sie gerne, wenn Sie vor der Aufgabe stehen, eine neue Website zu realisieren.

Wer Anregeungen zu meinem Beitrag hat, ist herzlich eingeladen einen Kommentar abzugeben.

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