Wissenswerte Infos für kleine und mittlere Unternehmen rund um die Themen Content- und Online-Marketing, Suchmaschinenoptimierung, Online-PR und Social-Media-Marketing 
Content Marketing Blog

Von der Schwierigkeit über Gutes zu reden

Was hindert eigentlich Unternehmen im Landkreis Fulda daran ein nutzenstiftendes Content-Marketing zu machen?

Was soll ich blos meinen Kunden erzählen? Ideenlosigkeit bei KMUsEs fängt ja bei so gut wie allem meinen Beratungen damit an, dass meine Ansprechpartner mit der Wortkombination „Content Marketing“ überhaupt (noch) nichts anfangen können. Das ist auch der Grund, warum ich mich vor Jahren „Internet-Redakteur“ genannt habe, um wenigstens ein bisschen das Thema „Redaktionelle Inhalte“ zu transportieren. Um dann bei den KMU’lern nicht einen Knoten im Gehirn zu hinterlassen, übersetzte ich Content Marketing so:

„Alles, was eine Website inhaltlich spannend macht. Also Artikel, Beiträge, Fotos, Videos, Audiobeoträge. Ebenso sind es außerhalb der Website veröffentlichte Informationen, die Besucher auf eine bestimmte Website lotsen sollen.“

Soweit so gut. Doch dann sind wir meist beim nächsten Problem, welches etwa so klingt: „Was soll ich denn meinen Kunden erzählen?“

Evolutionär betrachtet ist das Thema „Eigene Website“ bei kleinen Unternehmen etabliert. Jetzt im nächsten Schritt und vor allem auf lange Sicht gilt es sich den Inhalten zu beschäftigen. Und es scheint, zumindest regional auf Osthessen betrachtet, noch einige Zeit zu brauchen, bis es zu einen strategischen Marketinginstrument geworden ist.

Was sollen Unternehmen ihren Kunden erzählen?
Tja, was sollen denn Unternehmen ihren Kunden erzählen? Das einfachste wäre, KMUs nennen Referenzen. Das wird ja hier und da schon gemacht, wenn auch auf das Notwendigste, beispielsweise mit der Namensnennung, beschränkt. Das ist natürlich zur Neukundengewinnung wenig.

Ein Gespräch – mindestens zehn Content-Ideen
Unterhalte ich mich den Geschäftsführern wie ihr Business funktioniert, welche Herausforderungen sie zu bewältigen haben und was ihre Kunden wollen, können alle mir jede Menge Informationen liefern. Nach einer Weile mache ich Ihnen klar, dass sie mir aus dem Gespräch mindens zehn Steilvorlagen für Fachartikel oder Videodrehs geliefert haben.

Warum kommen die Inhaber nicht selbst drauf? Dazu habe ich folgende Thesen bzw. Erfahrungen gemacht:

  • Sie interessiert es nicht wirklich, für was sich zukünftige Kunden beim Kauf eines Produktes oder einer Dienstleistung interessieren. Sie wollen am liebsten nur verkaufen bzw. Handwerker wollen ihr Handwerk ausüben und das war’s.
  • Sie hassen es am Laptop oder PC zu sitzen und sich zu überlegen was die Kundschaft interessiert.
  • Sie sehen Marketing als was an, was im Grunde genommen überflüssig ist. Es ist überhaupt keine Wertschätzung für diese Arbeit erkennbar.
  • Marketing im Allgemeinen und insbesondere Online-Marketing ist nichts Greifbares. Die Entscheider können nicht feststellen, dass ihnen diese Maßnahmen wirklich was bringen.
  • Wenn sie eine Website haben, wird diese einmalig mit Inhalten gefüttert und das war es dann für die nächsten paar Jahre.
  • Das, was gut funktioniert, sind Empfehlungen von Kunde zu Kunde, was sicherlich so ist.

Anspruchsvolle Kunden bleiben unbemerkt
Und jetzt kommt der immer anspruchsvoller werdende Kunde, der auch noch immer besser informiert ist und durch das Web zu allen möglichen Themen surft. Auch wenn das soweit von den Firmeninhabern verstanden worden ist, wollen die meisten meiner Kunden am Anfang nicht wahrhaben, dass die Art und Weise der Kundengewinnung immer digitaler wird. Denn die Unternehmen, die mich anfragen, haben meist das Problem, dass ihnen die Neukundengewinnung nicht mehr so einfach gelingt und überwiegend werbliches Marketing immer schlechter funktioniert. Die Wahrnehmung, mit dem anspruchsvoller werdenden Kunden, ist ebenfalls noch nicht so vorhanden. Das wundert mich allerdings nicht, denn diese Kunden werden kaum bei Unternehmen kaufen, die im Web so gut zu finden sind.

Guter Content benötigt Zeit, die sich die wenigsten KMUs nehmen

Guter Content benötigt Zeit, die sich die wenigsten KMUs nehmen

Digitalem Marketing mehr Priorität einräumen
Kleinen und mittleren Unternehmen bleibt meiner Ansicht nach keine andere Wahl, als dem digitalen Marketing mehr Priorität einzuräumen. Vor allem Handwerksbetriebe werden sich daran gewöhnen müssen, in nützliche Inhalte zu investieren. Es gibt für mich in diesem Segment kaum Alternativen. Natürlich macht es Sinn Werbung und Offline-Marketing sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Doch die Wahrnehmung einer cross-medialen Marketingstrategie ist noch lange nicht vorhanden.

Suchmaschinen lieben Content
Was sich ebenfalls rumgesprochen hat, ist der Bereich der Suchmaschinenoptimierung (kurz SEO). Interessanterweise gibt es am Nutzen von SEO kaum noch einen Zweifel. Dass diese Maßnahme sehr viel mit Content Marketing zu tun hat, ist jedoch den wenigsten geläufig. Gerade aus suchmaschinentechnischer Sicht spielt es eine immense Rolle, gut strukturierte und informative Inhalte zu veröffentlichen. Außerdem macht guter Content eine Website im Ranking stabil und unempfindlicher gegen ein Abfallen in der Platzierung.

Keinen Blick für die eigene Reputation
Ich sehe noch weitere Schwierigkeiten auf Online-Marketing-Verweigerer zukommen: Wenn sie sich mit dem Internet sowie Sozialen Netzwerken nicht beschäftigen, setzen sich KMUs der Gefahr aus nicht mitzubekommen, wenn ein Kunde etwas schlechtes über ihn schreibt. Stichwort Reputationsmanagement. Wer sich also öfters mit seiner Website und seiner Marke beschäftigt und prüft, wie es die eigene Darstellung in Google bestellt ist, kann frühzeitig reagieren.

Tablet-PC als Content-Marketing-MaschineContent Marketing mit Smartphone und Tablet PC
Meiner Meinung nach ist es weder schwer noch aufwendig ein inhaltiches Marketing durchzuführen. Dank Smartphone und Tablet PCs lässt sich ein erheblicher Teil des Content Marketings von unterwegs aus organisieren und sogar erledigen.

Fotos oder Videos auf Facebook veröffentlichen
Ein Handwerksunternehmen könnte beispielsweise von jeder Baustelle ein Vorher- und Nachbild auf seiner Facebook-Fanpage veröffentlichen und das seinen Fans zeigen. Das funktioniert natürlich genauso mit einem zehnsekündigen Video, welches sich auf YouTube hochladen lässt. Vorausgesetzt die Bandbreite lässt einen Upload von unterwegs aus zu.

Ein Azubi-Blog als Ausbildungsheft

Videos auf Websites und in Sozialen Netzwerken sind meist ausgezeichneter Content

Videos auf Websites und in Sozialen Netzwerken ist meist ausgezeichneter Content

Ebenso ließe sich ein Azubi-Blog betreiben, der quasi als Ausbildungsheft fungiert. Zur Abgabe der Ausbildungshefte sind ja die Azubis verpflichtet. Warum also nicht die Themen aus dem Blog nutzen, um diese auch im Heft einzutragen. Gut, jetzt ist der Azubi-Blog keine Plattform der Kundengewinnung. Aber ab und zu braucht ein Handwerksbetrieb einen neuen Auszubildenden. Warum nicht über diesen Weg die Chance erhöhen, potenzielle Jugendliche, die garantiert onlineaffin sind, für eine Bewerbung gewinnen? Das ist jedenfalls ein innovatives Content Marketing.

Testimonials per Audio erhalten
Für die ganz mutigen Handwerksbetriebe liese sich sogar ein Testimonial von begeisterten Kunden bekommen. Der zufriedene Kunde spricht seine Meinung zum Unternehmen einfach in das Smartphone, was der Chef ihm hinhält. Ein bis zwei Sätze reichen. Die werden dann als MP3-Datei auf der Website veröffentlicht. Die Originalstimme des Kunden würde die Glaubwürdigkeit für Websitebesucher enorm erhöhen.

Voice-Recorder auf dem Smartphone zum Notieren von Content-Ideen und Testimonials der Kunden

Voice-Recorder auf dem Smartphone zum Notieren von Content-Ideen und Testimonials der Kunden

Ideen für nützliche Inhalte per Diktierfunktion aufnehmen
Jedes Smartphone besitzt heutzutage eine Digtierfunktion. Damit lassen schnell Ideen per Sprache notieren. Ich nutze beispielsweise die App von Evernote. Da ist eine praktische Notizfunktion enthalten, die sich automatsich mit meiner Desktop-Anwendung synchronisiert. Als Notizideen für guten Content fallen mir die typischen Fragen der Kunden ein. Daraus würde sich beispielsweise Checkliste ableiten. Ebenso würde sich anbieten aus den Fragen der Kunden ein FAQ zu veröffentlichen, was nach und nach aktualisiert bzw. ergänzt. wird.

Die Kontinuität machts
Soweit ein paar Tipps, wie man als Unternehmer für gute Inhalte sorgt. Natürlich lässt es sich nicht vermeiden sich immer wieder um sein Online-Marketing zu kümmern. Wenn Sie selbst weder die Zeit noch die Lust haben, engagieren Sie eine externe Agentur, die Ihnen ein Teil der Arbeit abnimmt. Ich habe mehrere Kunden, für die ich Content Marketing mache und das ist bereits mit kleinem monatlichem Budget möglich. Entscheidend ist hierbei die Konstanz der Veröffentlichungen. Dazu mein Spruch:

Wer konstant neue und nützliche Inhalte im Web und auf seiner Homepage publiziert, hat mit an Sicherheitheit grenzender Wahrscheinlichkeit Erfolg!

Fazit: KMUs benötigen ein Marketing-Gen, was in das Unterbewusstsein von allen Mitarbeitern implementiert werden muss. Was meine ich damit? Jeder im Unternehmen, der inhaltlich zum Erfolg durch nützliche Informationen für Kunden, Interessenten und Mitarbeiter beitragen kann, darf mitmachen. Das ist sicherlich ein Paradigmenwechsel in der Unternehmenskommunikation. Wer das als Firmenchef begriffen hat, braucht sich um Aufträge keine Sorgen zu machen.

Wie ist Ihre Meinung dazu? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Ich freue mich über Ihren Kommentar.

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